Datteln/Waltrop - Knisternde HGÜ-Feldversuche lassen Haare zu Berge stehen

27. Mai 2012 | Von uwit | Kategorie: Aktuelles

Die knisternde Höchstspannung lässt die Haare zu Berge stehen - soll aber nicht gefährlich sein

Von den seit März 2012 in Datteln/Waltrop stattfindenden Feldversuchen mit Höchstspannungsgleichstrom (HGÜ) gehen laut BezReg Münster und dem Betreiber Amprion keine Gefahren aus. -  Amprion berichtet, dass die Grenzwerte eingehalten werden - obwohl es für Höchstspannungsgleichstrom noch garkeine Grenzwerte gibt - usw.

Wir haben die Versuchsanlage einmal von der Nordseite des DEK ´besucht´, während des laufenden Versuchsbetriebes. Das Ergebnis bestätigt die schon zuvor erhobenen Sorgnisse um die Sicherheit des ´Schutzgutes Mensch´.

Die während der Versuche herrschende Atmosphäre haben wir mit einem Video ´sichergestellt´, insbesondere um die prasselnde und knisternde Geräuschkulisse einzufangen.

Zu Beginn haben wir dem Film die Lautlosigkeit gegönnt, die normalerweise an diesem Kanalabschnitt herrscht, nämlich eine wundersame Stille - aufgrund des Baustopps von Datteln4. Die in diesem Video zu hörende Geräuschkulisse (ab der 50. Sekunde) stammt ALLEINE vom Versuchsaufbau/den Höchstspannungs-Impuls-Generatoren.

In Datteln/Waltrop fanden/finden in März/April 2012 Feldversuche zur Technik des Ultranet statt. Dabei sollen 380kV-Wechselstromsysteme zusammen mit 400kV-HöchstGleichspannungsÜbertragungssysteme (HGÜ) auf einer Mastentrasse installiert werden. - Die Versuche in Datteln/Waltrop sind alles andere als harmlos. Die Betreiber der Versuchsanlage sind die Netzbetreiber Amprion und Transnet BW zusammen mit dem Institut für Hochspannungstechnik an der TU-Dortmund.

Die elektrischen Feldstärken der HGÜ-Technik sind deutlich stärker als bei Wechselstrom und stehen im begründeten Verdacht, die Kinderleukämierate signifikant anzuheben. - wir berichten.

Der Weg auf dem Leinpfad am Kanal wird häufig begangen, besonders von Hundefreunden mit ihren Vierbeinern. Der Verfasser kennt die Verhältnisse auf diesem Weg aus vielfachen Begehungen. Am 23. Mai 2012 waren auf dem Leinpfad dann allerdings ganz neue und unheimliche Wirkungen von der gegenüberliegenden Seite des DEK feststellbar. Wo ansonsten gespenstische Ruhe herrscht, war ein prasselndes Knistergeräusch hörbar, das sich mit zunehmender Nähe zu der Höchstspannungserzeugung verstärkte. Ähnliche Geräusche kennen wir von Begehungen unter 380kV-Höchstspannungstrassen, im Winter bei Vereisung der Leiterseile oder bei nebeligen Wetterlagen.

Hier am Leinpfad des Dortmund-Ems-Kanals in Höhe der Kohlehalden des Altkraftwerks hatten diese Geräusche allerdings eine andere Qualität. Das Geräusch war sehr gleichmässig und sehr intensiv. Der Verfasser war noch ca. 150m von der Höchstspannungserzeugungsanlage entfernt, da fühlte er auf dem linken Arm (den Marx-Generatoren zugewandten Seite) ein immer stärker werdendes Kribbeln. Die Felder waren so start, dass sie einen Stromfluss im menschlichen Körper auslösten, wodurch sogar die ´Haare auf dem linken Arm zu Berge standen´.

Diese Beobachtungen/dieses Fühlen war dann doch geeignet, Ängste auszulösen. Das intensive Prasseln schien mit jedem weiteren Schritt - auf die Anlage zu - weiter zu steigern. Das Gefühl war schon besorgniserregend. Der Verfasser stellte für sich fest, dass es für den Träger eines Herzschrittmachers wohl wenig ratsam sei, sich hier aufzuhalten. Manches mag ein subjektives Empfinden gewesen sein. Nicht subjektiv zu werten ist allerdings das Kribbeln und Aufstellen der Haare - 150 m von der Anlage entfernt !

Auch hier Probleme mit den Abständen

Abstandhalten ist nicht gerade das, was die Energieriesen sicher beherrschen. Das hat Datteln4 gezeigt, das beweist auch die Amprion/Transnet BW/TU-Dortmund-Versuchsstrecke.

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Auf dem Scheitelpunkt der - wie man sieht vielbefahrenen - Löringhofbrücke über die Bahnlinie Hamm-Oberhausen Osterfeld kreuzt die HGÜ-Versuchsstrecke in nur ca. 10 Höhe

Eine besondere Nähe zur Höchstspannungsleitung haben die Fahrradfahrer und Fußgänger auf der Löringhofstrasse auf dem Scheitelpunkt der Bahnbrücke - hier beträgt der Abstand dann nur noch ca. 10m !!! - Ob dieser Minimalabstand für einen HGÜ-Betrieb ausreichend ist, darf mit Recht bezweifelt werden. Wird hier mit der Gesundheit der Bürger Schindluder getrieben ? Wir meinen: ja !

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