Kohlekraftwerke


Klimaschutz
ist das Gebot der Stunde, und nicht der Kohleschmutz !

E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW, Trianel u.a. investieren in eine Technik von gestern. Trotz des immer wieder propagierten politischen Willens, den CO2-Ausstoss um ca. 40 % reduzieren zu wollen, dürfen in den nächsten Jahren mindestens 30 neue Kohlekraftwerke gebaut und ans Netz gebracht werden, welche unnötig niedrige Wirkungsgrade aufweisen und bedingt dadurch unnötig hohe Immisionen verursachen. Dieses steht dem Klimaziel diametral gegenüber. Für Altkraftwerke galt bisher ein Wirkungsgrad von nur 32-35 %. Der höhere Wirkungsgrad der zukünftigen Kraftwerke soll ca. 43 % betragen. Dies sieht aber nur vordergründig deutlich besser aus, denn dieser Wirkungsgrad basiert zu einem guten Teil auf der Vernachlässigung bisher geltender Umweltstandards. Ein Wirkungsgrad von nur 43 % (elektr. Nutzung) bleibt deutlich hinter denen von GUD-Kraftwerken (Gas- Und Dampfturbinen-Kraftwerk, Wirkungsgrad ca. 55 %) zurück, die heute allgemein den Stand der Technik darstellen. Damit werden bei dieser “neuen” Kohle-Kraftwerksgeneration - in den nächsten 40 Jahren - fast 6o % der eingesetzten Energie in Abwärmeverluste umgewandelt. Dagegen steht z.B. die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung mit Nutzungsgraden von mehr als 80 %. Allerdings würde die flächendeckende Umsetzung eines KWK-Konzeptes die Abkehr von dem bisher/zukünftig praktizierten Versorgungskonzept einer zentralen hin zu einer dezentralen Energieversorgung mit Anbindung von angepassten Wärmesenken (Wärmenutzern) voraussetzen. Dies wird auch als “intelligentes” Energiekonzept bezeichnet.

Als Instrument der Regulierung/des Reduzierens von CO2 soll der reglementierte Handel mit CO2-Zertifikaten dienen. Inzwischen wird immer öfter die Behauptung aufgestellt, dass der Handel mit diesen Zertifikaten umso lukrativer ist, je mehr CO2 aus den neuen Kraftwerken emitiert wird. Die staatliche Zuteilung von kostenlosen CO2-Zertifikaten ist an eine Netzanbindung/Inbetriebnahme von neuen Kraftwerken bis spätestens 2012 gebunden. Kritiker erklären hieraus die besondere Eile der Antragsteller von Neubaukraftwerken, und auch in den Genehmigungsverfahren. - Die Rendite der Energieversorger soll ca. 40 % des eingesetzten Eigenkapitals betragen (ZDF-Frontal21, Sendung im August 2007).

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigt auf seiner Deutschlandkarte die Kohlekraftwerks-Neubauprojekte.

Einen aktuellen Überblick über die geplanten oder im Bau befindlichen Kohlekraftwerke erhalten Sie auch bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).